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Statement

Appell für Frieden in Europa

FRIEDENSFRAUEN WELTWEIT APPELLIERT FÜR FRIEDEN IN EUROPA 

Wir appellieren eindringlich an alle Staaten, Militärbündnisse und zwischenstaatlichen Organisationen, 2022 mit der Reduktion von Truppen und mit der militärischen Abrüstung zu beginnen. 

Angesichts der laufenden Gespräche zwischen der Russischen Föderation, den USA, der Ukraine sowie der NATO, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE und der Europäischen Union rufen wir alle Parteien auf, eine effektive Entmilitarisierung voranzutreiben. 

Als feministische Friedensorganisation sind wir davon überzeugt, dass Entmilitarisierung eine zentrale Voraussetzung ist, um echte Sicherheit für alle, insbesondere für Frauen, zu erreichen. 

In Pflegeinfrastruktur, nicht in Waffen investieren: Die 100 grössten Waffenverkäufer der Welt verkauften im Jahr 2020 Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen im Wert von 531 Milliarden US-Dollar und steigerten damit ihre Verkäufe das sechste Jahr in Folge, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut kürzlich bekanntgab. Waffenhersteller in der Schweiz, wo FriedensFrauen Weltweit ihren Sitz hat, verkauften 2020 Kriegsmaterial im Wert von über 900 Millionen Franken – ein neuer Rekord. 

Die Corona-Pandemie hat es überdeutlich gezeigt: Es braucht stattdessen erhebliche Investitionen in die Gesundheitsversorgung und die soziale Infrastruktur. 

Wie Frauen von der Militarisierung betroffen sind: Unsere Arbeit mit Frauen in der ukrainischen Konfliktregion zeigt, wie sehr sie von den indirekten Folgen des seit 2014 herrschenden bewaffneten Konflikts betroffen sind. Tausende Tote und zivile Verwundete sind seither zu beklagen. Doch die Gewalt und die Militarisierung des öffentlichen Raums nehmen weit über das eigentliche Kriegsgebiet hinaus zu. Das hat direkte Folgen für die Frauen in der Region. 

Während die Gespräche und der Krieg weitergehen, sind die Frauen tagtäglich von geschlechtsspezifischer Gewalt, Armut, Arbeitslosigkeit und unzureichender sozialer Sicherheit betroffen. Dies sind die Auswirkungen des andauernden Krieges und der Militarisierung. 

Frieden kann nur durch eine konsequente Abrüstung erreicht werden.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in der Ukraine hier. Lesen Sie einen Bericht unseres Vorstandsmitglieds Margret Kiener Nellen für die Schweizerische Helsinki Vereinigung über die FrauenFriedensTische, die wir mit unserer Projektpartnerin 2021 in der Ukraine durchgeführt haben hier