Ohne Frauen - Keinen Frieden
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Luisa Morgantini

Der Dialog ist der einzige Weg, Krieg und Terror zu beenden. Wir brauchen praktische Solidarität mit denen, die schwächer sind, und eine Diplomatie von unten.

Luisa Morgantini ist Mitglied des Europäischen Parlaments. Die linke Politikerin aus Norditalien unterstützt Menschen in Spannungsgebieten. Sie setzt sich unermüdlich für die Lösung von Konflikten durch Dialog ein. Als Gewerkschafterin startete sie vor über 20 Jahren in südamerikanischen und afrikanischen Ländern Solidaritätsprojekte. Seit 1982 arbeitet sie eng mit israelischen und palästinensischen Friedensinitiativen zusammen, vor allem mit den Frauen in Schwarz, und hat ihr Leben in Friedensmissionen riskiert. In palästinensischen Gebieten demonstrierte sie mit den Menschen gegen die israelische Besetzung.

Luisa macht gefährliche Reisen in Krisengebiete: Naher Osten, Irak, Afghanistan, ehemaliges Jugoslawien. Sie vermittelt zwischen Konfliktparteien. "Praktische Solidarität" nennt die Norditalienerin ihre Mission. "Ich bin nicht naiv", sagt sie. "Verhandlungen sind zwar sehr schwierig, aber der Dialog ist der einzige Weg, Krieg und Terror zu beenden." Im Europaparlament und bei internationalen Konferenzen berichtet sie einfühlsam über ihre Erfahrungen. Im Mittelpunkt ihrer Reden stehen die Menschen, die Ungerechtigkeit erfahren und die mit täglicher Gewalt leben. Seit 1982 unterstützt Luisa Morgantini Friedensakteurinnen und -akteure im Nahen Osten, besonders die Organisation Frauen in Schwarz. Palästinensische und israelische Frauen beweisen, dass es möglich ist, zusammenzuleben. "Nie wieder Krieg", sagte ihr Vater, als sie noch ein kleines Mädchen war. Er war Partisan und kämpfte gegen die deutschen Nazis und den italienischen Faschismus. Er sprach nicht viel über seine Erfahrungen, aber Luisa vergaß seine Warnung nicht. Sie gab ihr Kraft für die Friedensarbeit. Bereits als junges Mädchen leistete sie gegen soziale Ungerechtigkeit Widerstand. In ihrer Heimatstadt Villadossola war sie schon im Alter von 14 Jahren aktives Mitglied der linken Metallarbeiterunion (FLM). Später war sie die erste Frau, die ins Sekretariat der Arbeiterorganisation in Mailand gewählt wurde. Das schwere Erdbeben im süditalienischen Irpinia 1980 unterbrach ihre Tätigkeit für die Gewerkschaft. Fast ein Jahr lang arbeitete sie als Freiwillige beim Wiederaufbau im Katastrophengebiet. Diese Erfahrung veränderte ihr Leben. Sie engagierte sich bei Solidaritätsprojekten in südamerikanischen und afrikanischen Ländern. 1999 kandidierte Luisa Morgantini zum ersten Mal als Unabhängige für das Europäische Parlament. Zurzeit ist sie Vorsitzende des Entwicklungskomitees und Mitglied der Delegation für Beziehungen zum Palestinian Legislative Council (Palästinensischer Legislativrat).

European Parliament (Europäisches Parlament) Confederal Group of the European United Left (Konföderationsgruppe der Vereinigten Europäischen Linken) Women in Black (Frauen in Schwarz)

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