lebt in Bamako, Mali, und ist Gründerin und Präsidentin der Association des femmes pour les initiatives de paix – AFIP. Zur Zeit des Tuaregkonfliktes hat sie über die Rolle der Frau in der Konfliktbearbeitung geschrieben. Ihr heutiges Engagement gilt insbesondere dem Kampf gegen Kleinwaffen. Sie ist strategische Partnerin für die nationale Kommission gegen die Verbreitung von Kleinwaffen, sensibilisiert die Zivilgesellschaft zu diesem Thema und klärt sie über Auswirkung und Einfluss von Kriegsspielzeug auf. Fatoumata ist Mitglied des Centre for Conflict Resolution in Capetown, Südafrika, und des frankophonen afrikanischen Netzwerkes, das gegen Kleinwaffen und für den Frieden kämpft und von der Groupe de recherche et d'information sur la paix et la sécurité – GRIP koordiniert wird. Fatoumata ist Koordinatorin des malischen Zweiges von International Action Network On Small Arms und Leiterin des PWAG Projektes gegen die Proliferation von Kleinwaffen in Westafrika, welches vom Evangelischen Entwicklungsdienst – EED unterstützt wird.
lebt in Nairobi, Kenia. Sie arbeitet für Coalition for Peace in Africa – COPA, eine Organisation, die seit dem Weltsozialforum 2007 in Nairobi Partnerorganisation von FriedensFrauen Weltweit ist. Rose stiess nach 12-jähriger Tätigkeit bei einer Versicherungsfirma 2006 zu COPA und ist dort für administrative Arbeiten und das Sekretariat zuständig. Zurzeit macht sie einen Diplom-Lehrgang zur Projektmanagerin. Gleichzeitig ist Rose Programm- assistentin eines COPA-Projektes zur Federführung von Frauen in Friedensprozessen.
lebt in Khartoum, Sudan, und ist Schulungsleiterin für Konfliktlösung und Friedensbildung. Sie organisiert Schulungen zu Frauenrechten und sozialer Ausgrenzung.
Des Weiteren ist Maha seit 2005 Direktorin des Sobat Centre for Conflict Resolution – SCCR. Sie ist Mitglied der Sudanese Women Solidarity Group und seit 2004 des International Collective of Peace and Demilitarization/World March of Women – WMW. Maha glaubt, dass, um Frieden zu stärken, Frauen die Magie der Andersartigkeit ausschöpfen müssen, mit dem Ziel, andere Frauen zu grossartiger Arbeit zu befähigen.
lebt in Kirgistan. Sie ist zurzeit Vize-Ministerin für Gesundheit und Soziales und war Abgeordnete des kirgischen Parlaments von 2007 bis 2010. Sie ist seit über 20 Jahren in zahlreichen Menschenrechtsorganisationen in Kirgistan aktiv und ist unter anderem Vorsitzende des «Network Association Parents and Children» sowie Vorsitzende des Unterstützungskommittees der Organisation «Resource Centre for Elderly». Sie hat mehrere Nicht-Regierungsorganisationen mitgegründet, unter anderem Insan-Leylek, die sich für die Beteiligung von Frauen und Jugendlichen an Demokratie in Kirgistan in der Batken Region einsetzt, sowie Babushka Adoption Fund, eine Stiftung, die ältere Menschen in Armut hilft.
Gulnara Derbisheva ist eine der 1000 FriedensFrauen.
lebt in Makati City, Philippinen. Sie war von 1991–1994 Mitglied der Philippine Commission on Human Rights – CHR. Als Kommissarin für Bildung und Information war sie verantwortlich für die Entwicklung des CHR Menschenrechts-Trainingsprogramms für Militär, Polizei und LehrerInnen, ein Programm das auf Partizipation und Experimenten aufbaut. Dafür erhielt die CHR 1994 den UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung. Diese Kenntnisse verbreitete Paulynn später in Indien, in der Mongolei, in Kanada, Vietnam, Indonesien, Thailand, Malaysia und Deutschland. Sie ist Mitinitiantin regionaler Menschenrechts-Mechanismen in der ASEAN und arbeitete von 1993–1997 als Beraterin der Regierung in den Friedensverhandlungen mit der National Democratic Front (kommunistische Rebellengruppierung). Heute ist sie Herausgeberin des Internet-Magazins CyberDyaryo, das Themen der Zivilgesellschaft aufgreift und Artikel über Friedensprozesse, Menschenrechte, Agrarreformen und die demokratische Entwicklung veröffentlicht. Sie ist Beraterin der Benigo Aquino Jr. Stiftung und leitet dort das Friedens- und Menschenrechtsbüro.
ist als Ko-Koordinatorin zusammen mit Paulynn Paredes Sicam für die FriedensFrauen in Südostasien zuständig. Sie ist Exekutivdirektorin des Gaston Z. Ortigas
Peace Institute, ein Zentrum für Frieden und Konfliktlösung in den Philippinen. Es unterstützt insbesondere das zivilgesellschaftliche Engagement in Friedensprozessen. Seit den 1970er Jahren engagiert sie sich in Sozialbewegungen, u.a. auch im Kampf gegen die Diktatur. Sie war eine der Mitbegründerinnen der Coalition for Peace. Karen ist eine der führenden Persönlichkeiten der feministischen Organisation PILIPINA. Von 1990–2000 wirkte sie als Koordinatorin des Women's Action Network for Development – WAND, einem nationalen Netzwerk von Frauen- gruppen und NGOs mit Gender- und Entwicklungsprogrammen. Zudem engagierte sie sich im Umweltbereich als Beauftragte eines NGO-Konsortiums für das Management von Naturschutzgebieten.
, Ökonomin und Soziologin, lebt in Indien. Sie arbeitete 28 Jahren für ein UNO- Projekt, das Organisationen der Zivilgesellschaft und deren Netzwerke stärkt. Ihre Schwer- punkte waren u.a. Nachhaltigkeit, Gender, Menschenrechte und Frieden. Sie ist Mitbegründerin zahlreicher Frauengruppen und -organisationen auf regionaler und internationaler Ebene (z.B. South Asian Network of Gender Activists and Trainers – SANGAT, South Asian Women's Forum – SAWF, Asian Cultural Forum on Development – ACFOD, Women's Initiative for Peace in South Asia – WIPSA, South Asians for Human Rights – SAHR). Heute koordiniert sie in enger Zusammenarbeit mit Jagori das Women's Ressource and Training Centre SANGAT in New Delhi. Sie leitet als Beraterin und Fachfrau Workshops und Trainings zu obigen Themen für Frauenorganisationen, nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen, Regierungsmitglieder, Parlamentari- erInnen und UN-Agenturen. Sie publiziert über Themen der teilnehmenden (participatory) und nachhaltigen Entwicklung, Empowerment von Frauen, Gender und Frieden. Sie schreibt Texte für Frauenbewegungen und Kinderlieder. Zu ihren Publikationen zählen «Borders and Boundaries: Women in India's Partition» (1998), «Exploring Masculinity» (2003) und «Turning Dangers Into Opportunities: Young People and HIV/AIDS in South Asia» (2003). Kamla ist zugleich Mitglied im internationalen Vorstand von FriedensFrauen Weltweit.
ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit 20 Jahren als Trainerin, Forscherin und Kommunikationsspezialistin im Bereich Menschenrechte mit einem Fokus auf Gender und Entwicklungsorganisationen. Sie war viele Jahre in der «Organisation Society for Participatory Research in Asia» tätig und gründete in 1999 «KRITI: a Development Research, Praxis and Communication Team» in Neu-Delhi. KRITI führt Forschung und organisiert Weiterbildungen zu unterschiedlichen sozialen und umweltbezogenen Themen und unterstützt Kampagnen im Bereich der Menschenrechte. Aanchal Kapur ist PWAG Koordinatorin für Südasien seit 2011.
ist Ärztin und lebt in Afghanistan. Sie war die erste stellvertretende Präsidentin in Afghanistan und Ministerin für Frauenangelegenheiten in der Übergangsregierung bis Juni 2002. Heute ist sie Vorsitzende der ersten unabhängigen Menschenrechtskommission in der Geschichte Afghanistans – AIHRC. Die frühere Direktorin der Shuhada Organisation ist heute Vorstands- vorsitzende von dieser. Die Organisation legt ihren Schwerpunkt auf sog. Livelihood-Projetkte (Projekte zur Sicherung der Lebensgrundlage und des Grundeinkommens), Menschen- und Frauenrechten sowie der Alphabetisierung von Frauen. Shuhada betreibt Spitäler und Kliniken für Frauen und Waisenhäuser. Ausserdem bietet Shuhada zahlreiche Alphabetisierungskurse für Frauen an, leitet Ausbildungskurse für Lehrkräfte und schafft Schulen in abgeschiedenen Gebieten Afghanistans und Pakistans, wo es keinen Zugang zu Bildung gibt. Das Ziel, die etablierten Institutionen an die Regierung zu übergeben, konnte bereits mehrfach realisiert werden.
ist Mitarbeiterin der nationalen Menschenrechtskommission in Thailand. Als Beraterin für genderspezifische Angelegenheiten der Women Workers Unity sowie des Committee of the Collective Action for Women Workers Foundation – CAW, ist ihr die Situation der Frauen, speziell der berufstätigen Frauen in Asien, vertraut. Seit 1988 konzentriert sie sich auf Frauenfragen in Thailand und den umliegenden Ländern. Nach ihrer Tätigkeit als Assistenz-Koordinatorin im Women in Development Consortium an der Thammasart Universität in Thailand, unterstützte sie im Rahmen eines Austauschprogramms des Asian Migrant Centers – AMC in Hong Kong ausländische Arbeitskräfte während der oft schwierigen Integrationsphase. Zurück in Thailand arbeitete sie für das Center of Friends of Women Foundation – FOW, das sich für die Rechte von Arbeiter- innen und gegen die Gewalt an Frauen einsetzt. Als Programm-Koordinatorin im Committee for Asian Women setzte sie sich für die Besserstellung der Frau auf dem Arbeitsmarkt ein. Heute ist sie überdies Ressourcenperson für Gleichstellungsfragen in Thailand.
lebt in Hong Kong und unterrichtet vergleichende Literaturwissenschaft, kritische Pädagogik, globale Kultur, lokale Regierungsführung und Umgang mit Gewalt im Departement für Kulturwissenschaft an der Lingnan Universität in Hong Kong, China. Sie ist Vorstandsmitglied der Redaktion von Cultural and Social Studies und Asian Exchange und Mitbegründerin der Gruppe China Social Services and Development Research Centre – CSD, die sich für Entwicklungs- forschung und Projekte zum Aufbau der Zivilgesellschaft in China einsetzt. In den Jahren 1994–2003 war Kin Chi zunächst Vorstandsvorsitzende, später Ratsvorsitzende des Asian Regional Exchange for New Alternatives – ARENA, einem Netzwerk von akademischen Aktivist- Innen. Von 1996–2002 war sie Co-Präsidentin des PP21-Rats. Kin Chi unterstüzt die Koordination der Aktivitäten von Ostasien im World Forum for Alternatives – WFA und hat Beiträge zur Modernisierung, dem ländlichen Wieder- aufbau, des wiederauflebenden Patriarchats und Praxisalternativen in China verfasst. An folgenden Büchern war sie als Herausgeberin beteiligt: «Globalizing Resistance», «China Reflected», «Resurgent Patriarchies: Challenges for Women's Movements in Asia», «Shaping Our Future: PP21 Convergences», and «The Knight in Mask: Writings of Subcommander Marcos». Kin Chi ist zugleich Mitglied im internationalen Vorstand von FriedensFrauen Weltweit. Ihre Arbeit für FriedensFrauen Weltweit können Sie auf der Website www.1000peacewomen-hk.org verfolgen.
ist Gründerin der Organisation Communication for Women Rights und weiterer Frauennetzwerke in Indonesien. Sie ist seit Anfang der 1990er Jahre an sozialen Bewegungen beteiligt, so z.B. am Kampf gegen den Richtungswechsel der Regierung, welcher auch das Eastern Indonesia Women's Health Network betraf. Sie engagiert sich für das Indonesische Filmnetzwerk und ist seit 1998 Mitglied der Indonesian Women Coalition – KPI und des Empowering Education Peace Facilitator Network, das von Olena Suslova gegründet wurde. Aktuell unterstützt Carolina als Forschungs- und Netzwerkmanagerin die Women’s Journal Foundation Yayasan Jurnal Perempuan. Sie schreibt Gedichte und Essays zu Frauenthemen.
ist Schriftstellerin, Dichterin, wissenschaftliche Beraterin und Dozentin. Nebenbei ist sie für viele Organisationen tätig. Viele Jahre betrieb sie Forschung und leitete Unter-suchungen über mündliche Überlieferung, über Gender- und andere gesellschaftspolitische Fragen. Sie hat acht Bücher sowie mehrere Studien und Artikel veröffentlicht. Faiha ist Mitglied des Palästinensischen Nationalrates und arbeitete als Wissenschaftsexpertin in der Abteilung Gender-Planung und Entwicklung des Ministeriums für Planung und internationale Zusammen-arbeit in Palästina und bei UNICEF in Kairo.
aus Jordanien hat mehr als 20 Jahre Arbeitserfahrung. Sie studierte Women’s Studies und Pharmazie und ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied einer NGO, welche sich für Migrant- innen stark macht.
In den letzten acht Jahren befasste sich Aida intensiv mit Menschenrechts- fragen und Geschlechterthemen. Aktuell arbeitet sie als regionale Gleichstellungsbeauftragte bei der United Nations Economic and Social Commission for Western Asia – UN ESCWA in Beirut. Zuvor war sie für verschiedene nationale und internationale Organisationen tätig, darunter die jordanische nationale Kommission für Frauenfragen – JNCW und UNIFEM. Gleichzeitig arbeitete die kompetente Managerin für eines der grössten pharmazeutischen Unternehmen in Jordanien.
ist in Tübingen, Deutschland, aufgewachsen und hat Politologie und diverse Neben- fächer, u. a. Germanistik und Publizistik studiert. 1978/79 hat sie die taz mitbegründet, war dort Redakteurin im Ökologieressort, dann in der Nachrichtenredaktion, später in der Lokalredaktion Hamburg und Berlin und zuletzt Frauenredakteurin. Seit 1997 ist Ute Scheub freie Journalistin und Publizistin, schreibt für diverse Tageszeitungen und Zeitschriften, veröffentlichte bislang sechs Bücher und verschiedene Aufsätze, Kurzgeschichten und Essays. Ausserdem arbeitet sie im transkulturellen interreligiösen Lernhaus für Frauen in Berlin. Im Golfkrieg 1991 war sie Mitbe- gründerin der «Frauenaktion Scheherazade», die in der afghanischen Provinz Nimroz verschie- dene Projekte für Frauen und Kinder durchführt. Im Irakkrieg 2003 war sie Mitbegründerin des deutschen Frauen- sicherheitsrates. Sie hat 1992 den Ingeborg-Drewitz-Preis der Humanistischen Union Berlin für ihr publizististisches Gesamtwerk und 1998 den Revolutionspreis der IG Medien für die taz-Sonderausgabe über das Revolutionsjahr 1848 erhalten.
leitet die Sektion Bosnien und Herzegowina der Gesellschaft für bedrohte Völker und ist Mitglied der UN-Kommission gegen die Diskriminierung von Frauen. Die Historikerin war Mitbegründerin des Zentrums zur Erfassung von Kriegs- und Genozidverbrechen in Zenica und Mitglied des wissenschaftlichen Rates. Sie dokumentierte bereits während des Krieges diese Verbrechen und erstellte eine Namensliste von Kriegsverbrechern, «Fadilas Liste». Mit der Unterstützung der Europäischen Kommission für Menschenrechte und Demokratie und einer Empfehlung des Tribunals führte sie die Ermittlung gegen Kriegsverbrecher in Teilen des Landes durch. 1996 wurde sie von der schweizerischen Stiftung für Freiheit und Menschenrechte aus- gezeichnet. Ihr Engagement gilt heute insbesondere den Srebrenica-Witwen und Frauen, die während des Krieges in den Konzentrationslagern täglich Folter und Vergewaltigungen ausgesetzt waren. Schwerpunkt dieser Arbeit ist weiterhin die Dokumentation und Erfassung von Kriegs- und Genozidverbrechen. Sie setzt sich auch für die Integration und Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma ein. Resultat ihres breiten Engagements und ihrer Mediations- arbeit ist der Zusammenschluss zahlreicher Frauenorganisationen aus ganz Bosnien und Herze- gowina zur Union FOKUS. Eine Organisation, welche kleinere Frauen-NGOs unterstützt, die Versöhnung zwischen den einzelnen Völkern und damit die Rückkehr Vertriebener fördert. Fadila ist auch Mitbegründerin der Stiftung Gerechtigkeit für Bosnien-Herzegowina, die Mittel für eine Klage gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien sammelt.
aus Tschetschenien ist Ökonomin. Sie arbeitet in einer NGO, die russische
und
tschetschenische Frauen zusammenbringt, um den Frieden in der Region zu fördern. Sie
ist Präsidentin der Organisationen Echo des Krieges und der Union of Women of the Northern Caucasus. Sie dokumentiert minutiös Menschenrechtsverletzungen während der Kriege in Tschetschenien. Sie arbeitet und lebt in Nasran, Inguschetien und in Moskau.
war Direktorin des Women's Leadership Institute und Professorin für Women's Studies am Mills College, Oakland, Kalifornien.
Sie ist Expertin für Probleme, von denen speziell farbige Frauen in den USA, aber auch im globalen Süden (global south), betroffen sind. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Analyse der Verbindung und Wechselwirkung zwischen Militarismus, Krieg und Globalisierung der Wirtschaft. Margo engagiert sich aktiv gegen die mili- tärische Gewalt gegen Frauen. Sie ist Mitbegründerin des East Asia – US Puerto Rico Women's Network against Militarism und arbeitete als Beraterin in Ramallah, Palästina. Sie erhielt ein Fulbright Senior-Stipendium, um in Südkorea zu studieren. Margo ist überzeugt, dass Frauen die Macht haben, die Welt zu verändern und dass es eine transnationale feministische Praxis braucht. Margo ist zugleich Mitglied im internationalen Vorstand von FriedensFrauen Weltweit.
aus Brasilien kämpft seit 1945 für Frauen- und Menschenrechte. Nach der Ermordung ihres Mannes, dem Revolutionär Carlos Marighella, durch die Militärdiktatur, verlor sie für zehn Jahre ihre Bürgerrechte und lebte während neun Jahren im kubanischen Exil. 1979 kehrte sie nach Brasilien zurück und begann mit der Aufarbeitung der Memoiren von gefolterten und getöteten brasilianischen Kämpfern. Nach der Gründung des Partido dos Trabalhadores – PT im Jahr 1980, begannen sie und ihre Mitkämpferinnen über die von ihnen gegründete «Erste Frauenfraktion», Konferenzen und Seminare zu Rechtsgleichheit und Partizipation der Frauen
zu organisieren. Heute ist Clara Mitglied des Nationalen Frauensekretariates, im Departement für Internationale Beziehungen des PT sowie der National Commission of Dead and Missing Persons for Political Reasons. Während vergangener Wahlen koordinierte sie die Kampagne zur Mobilisierung von Frauenstimmen für Präsidentschaftsanwärter Lula. Seit 2003 ist sie Mitglied des Nationalrates für Frauenangelegenheiten, unter dem Vorsitz von Nilcéia Freire. Auch war Clara 2003 die Koordinatorin des Projektes «1000 Frauen für den Friedens- nobelpreis». Heute ist sie Präsidentin von FriedensFrauen Weltweit in Brasilien und Leiterin des Projektes Women for Peace – Human Safety and Justice in Brasil. 2005 wurde sie für den Berta-Lutz-Preis vom brasilianischen Senat vorgeschlagen und erhielt 2009 den «Rio-Branco-Preis» des Aussenministeriums.
ist Leiterin des PWAG Regionalbüros von Brasilien, Associação Mulheres pela Paz. Sie ist Journalistin und absolviert zurzeit ihr Doktorat in Kommunikationswissenschaften an der Universität São Paulo. Vera Vieira war von 2009 bis 2011 Koordinatorin der Nichtregierungsorganisation «Association for Progressive Communications / Women’s Networking Support Program» (APC/WNSP). Sie hat mehrere Publikationen herausgegeben, unter anderem «Women and Technologies – Virtuality as a Space for Transformation of Gender Relations» (2007; mit Dafne Plou) und «Popular Education - a plural practice» (Educação Popular: prática plural – NOVA e Rede Mulher (Antonio Carlos de Oliveira, Regina Rocha und Vera Vieira). Sie ist ausserdem Projektkoordinatorin des PWAG Projektes «Redefining Peace – Women Lead the Way: Developing a Popular Education Methodology to Work with Women and Men Against Domestic Violence» in Brasilien.
lebt in La Plata, Buenos Aires (Argentinien). Sie ist Juristin und studierte Internationale Beziehungen an der FLASCO – Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales in Argentinien. Maria Julia Moreyra ist Gastdozentin an diversen argentinischen Universitäten. Sie ist spezialisiert auf Internationales Strafrecht und den Internationalen Strafgerichtshof, welcher Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen behandelt. Sie ist ebenfalls Expertin für die UNSC Resolution 1325 zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten und Postkonfliktgebieten. 2007 wurde ihre Publikation «Conflictos armados y violencia sexual contra las mujeres» (Editores del Puerto, Buenos Aires) herausgegeben. Zusammen mit , führt sie die wichtige Arbeit von Nora Franco weiter. Nora Franco war seit 2003, dem Beginn unseres Nobelpreisprojekts Koordinatorin für Lateinamerika und die Karibik. Sie ist im Januar 2009 nach langer Krankheit verstorben.
lebt in Fiji und arbeitet als Koordinatorin für das Pazifik-Team. Zuvor arbeitete sie zwei Jahre im Friedensprogramm des Ökumenischen Zentrums für Wissenschaft, Bildung und Fürsprache – ECREA. Zunächst assistierte sie bei der Auswertung der ländlichen Entwicklungs- programme, 2003 ergab sich daraus eine Vollanstellung als Assistentin der Projektkoordinatorin. Zuvor war Sandy für zwei Jahre ehrenamtlich in der Frauenrechtsbewegung von Fiji aktiv und half bei der Entwicklung eines Handbuches zur Aufklärung von Frauen über ihre Arbeitsrechte, das 2002 erschien. Sandy wird von Nicci Simmonds unterstützt und beraten.