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«1000 Frauen und ein Traum»

Im Jahr 2005 gab es eine aussergewöhnliche Nomination für den Friedensnobelpreis: 1000 Frauen aus der ganzen Welt wurden gemein- sam für den bedeutendsten Friedenspreis vorgeschlagen – 1000 Frau- en, deren Friedensarbeit Tag für Tag stattfindet, aber oft von der Öffent- lichkeit nicht wahrgenommen wird. Die Nomination dieser 1000 Frauen wurde über zwei Jahre lang von der Schweiz aus vorbereitet und über die gesamte Zeit von dem Filmteam Gabriela Neuhaus und Angelo Scudeletti von Offroad Reports begleitet.

Der Dokumentarfilm «1000 Frauen und ein Traum» zeigt, wie aus der Idee einer Schweizer Politikerin ein globales Projekt geworden ist und

schildert den spannenden Weg des Nominationsprojektes, der auchon vielen Stolpersteinen begleitet war. Vor allem aber erzählt er bewegende Geschichten von nominierten FriedensFrauen. Zum Beispiel von Maggie Barankitse, die in Burundi während der grossen Massaker im Bürgerkrieg Tausenden von Kindern das Leben gerettet und eine Zukunft geschaffen hat. Oder von Naseeb Mohammad Shaikh im indischen Gujarat, die Ehe- mann, Tochter und über dreissig nahe Verwandte bei den rassistischen Hetzjagden und Brandanschlägen von 2002 verloren hat und nun von Dorf zu Dorf zieht, um den Hass zwischen den Menschen zu bekämpfen.

In Israel zeigt der Film die Ärztin Ruchama Marton und ihre mobile Klinik bei einem Einsatz jenseits der Trenn-Mauer. Mit ihrem konsequenten Engagement für die Rechte von PalästinenserInnen und BeduinInnen stösst Ruchama im eigenen Land auf Unverständnis. Auf der Gegenseite, im besetzten Westjordanland, kämpft die Palästinenserin Nafeesa Al Dek auf ihre Art für Frieden. Während der schwierigen Zeit der Abriegelung hat sie den Frauen in ihrem Dorf und darüber hinaus Arbeit und damit einen Lebensunterhalt verschafft. Ihr Haus ist zu einem Zentrum geworden, wo bis heute auch viele Kinder ein und aus gehen. Denn deren Bildung und Erziehung ist für Nafeesa eine Herzensangelegenheit.

Die 1000 Frauen haben den Friedensnobelpreis nicht erhalten, das Nobelpreis-Komitee hat sich 2005 für die Internationale Atomenergie-Behörde und ihren Direktor Mohamed El Baradei entschieden. Die Enttäuschung bei den Initiantinnen war gross, doch ein Ziel hat das Projekt trotz allem erreicht: Das Engagement von Frauen wie Maggie, Naseeb oder Ellen ist sichtbar geworden, eine Ausstellung und ein Buch tragen die Geschichten der 1000 FriedensFrauen in alle Welt. «1000 Frauen und ein Traum» erhielt den Bertha-von-Sutter-Kunst-und-Medienpreis 2008 (Deutschland) in der Kategorie «Film & Medien».

Weitere Informationen über den Film: www.1000womenfilm.ch

Der Film ist als deutsche, englische und arabische Version erhältlich.
Filmlänge: 55 Min.
Der Film kann als DVD bei Offroad Reports bestellt werden: offroadreports(at)bluewin.ch
Kosten: CHF. 48.–/ Euro ca. 32.– (plus Verpackung & Versand)

«Redefining Peace»
Der Dokumentarfilm zeigt in bewegenden Bildern die Arbeit von indischen FriedensFrauen. Der Film wurde von SANGAT und Visual Aids Productions produziert unter der Regie des bekannten Aktivisten und Regisseurs K. P. Sasi aus Indien.

Dieser einstündige Film zeigt die Geschichte der 1000 Frauen während der Friedensnobelpreis-Kampagne und geht näher auf zehn FriedensFrauen aus verschiedenen Regionen Indiens ein. Dies sind Magline Peter von der Fishworkers Bewegung und Medha Patkar, die sich gegen den Bau von Staudämmen im Narmada-Tal einsetzt. Teesta Setalvad ist Anwältin und Journalistin, die gegen einen faschistischen Staat und fundamentalistische politische Kräfte ankämpft. C. K. Janu, engagiert sich für die Rechte der Urbevölkerung, besonders der Adivasis. Sharmila Irom ist eine junge Frau, die mittels gewaltlosen Mechanismen für die Aufhebung von drakonischen Gesetzen im Nordosten Indiens kämpft. Der Film beleuchtet auch die Arbeit der vier Grassroots-Frauen Lataben Sachde, Parmeben Sava, Alkaben Jani, Meghiben Samariya aus Kutch Mahila Vikas Sanghthan, Gujarat und ihren Kampf für nachhaltige Gesundheit, Bildung und Lebensunterhalt für die Massen.

Im Juli 2006 hat «Redefining Peace: Women Lead the Way» beim dritten Swaralaya International Film Festival in Palghat den Preis für den Besten Film und den Besten Dokumentarfilm gewonnen.

Der Film ist in Hindu/Englisch mit englischen Untertiteln erhältlich.
Filmlänge: 60 Min.
Kosten: CHF 35.– / Euro ca. 22.– (plus Verpackung & Versand)

«Blutgetränkte Erde»

Das Volk der Xukuru, UreinwohnerInnen im Nordosten Brasiliens, kämpft seit Jahren um das ihnen gesetzlich zugesprochene Land. Der charismatische Häuptling der 8000 Xukuru, Kazike Chicão, wurde vor neun Jahren im Auftrag der lokalen GrossgrundbesitzerInnen von Pistoleros ermordet. Doch sein Geist lebt dank der Arbeit seiner Witwe weiter.

Der Film zeigt den unermüdlichen Kampf der Urbevölkerung um ihr Land. Die Witwe des Kaziken Chicão, Dona Zenilda, wurde für ihr Engagement

als Beraterin und Botschafterin ihres Xukuru Volkes zu einer der 1000 FriedensFrauen ernannt. Dona Zenilda kann das Reservat nur noch unter Schutzbegleitung verlassen. Ein Film von Charlotte Eichhorn.

Der Film ist in Deutsch erhältlich.
Filmlänge: 29 Min.
Kosten: CHF 38.– / Euro ca. 24.– (plus Verpackung & Versand)

«Women Can Make a Big Difference!»
31 FriedensFrauen aus 17 Ländern sprechen über die Resolution 1325 und ihre Bedeutung sowie die Herausforderungen, denen die Frauen in ihrer täglichen Arbeit begegnen.

Die DVD ist Teil der PWAG Ausstellung «Ohne Frauen – keinen Frieden».

Die Video-Aussagen sind in Originalsprache mit englischen Untertiteln.
Kosten: CHF 10.–/ Euro ca. 8.– (plus Verpackung & Versand)
«Quilombolas – Afrikanische Seelen in brasilianischer Haut. Die Nachfahren afrikanischer Sklaven»

Im 17. Jahrhundert wurden afrikanische Sklaven an die Oligarchen der Zuckerrohrplantagen in Brasilien verkauft. Einige konnten ins Hinterland fliehen, wo sie eine Art Wehrdörfer gründeten. Mit ihnen überlebten auch ihre afrikanischen Traditionen. Heute kämpfen ihre Nachfahren – die Quilombolas – für ihre Rechte und gegen die moderne Version der Versklavung durch Globalisierungs-Mechanismen von Landübernahme durch Monokulturen, die Umwelt- und soziale Probleme hervorrufen.

Dona Faustina hat die erste Tagung, an der die afro-brasilianische Ethnie über ihre Rechte, aber auch über den Ursprung ihrer Riten aufgeklärt wird, mitorganisiert. Auch die FriedensFrau Dona Givaniâ ist eine Vorreiterin in Sachen Rechte für die Quilombolas – sie ist die erste gewählte Quilombola Abgeordnete ihres Landkreises.
Ein Film von Charlotte Eichhorn.

Der Film ist in Deutsch erhältlich.
Filmlänge: 29 Min.
Kosten: CHF 38.–/ Euro ca. 24.– (plus Verpackung & Versand)

«Frauen bewegen eine Nation»
Patsy Henderson ist eine Pakeha. So nennen die Maoris, die Ureinwoh- nerInnen Neuseelands, weisse EinwandererInnen. Pauline Tangiora ist eine Maori-Älteste, eine internationale Kämpferin für indigene Rechte. Die beiden 1000 FriedensFrauen zeichnen die soziopolitischen Hintergründe des Zusammenbruchs eines Ur-Volkes nach. Sie berichten über Armut, gewalttätige Machos und Drogen in Maori-Familien, aber auch von Neuanfängen, Chancen, Bildung und gemeinsamen Umweltaktionen in der globalen Welt. Die Frauen versuchen, Gesinnungsgräben zu
überwinden und koloniale Geschichtsschreibung zu korrigieren. Charlotte Eichhorn stellt die beiden engagierten Frauen vor.

Der Film ist in Deutsch erhältlich.
Filmlänge: 29 Minuten
Kosten: CHF 38.– / Euro ca. 24.– (plus Verpackung & Versand)
«Let the World See»
«Frieden ist ...
... wenn alle Mädchen aus armen Familien die Universität besuchen können.»
... wenn die Wüste zur Oase wird und Mensch und Natur im Einklang sind.»
... wenn eine Gleichberechtigung der Geschlechter herrscht, Muslime und Nicht-Muslime in Solidarität leben.»
... wenn alle Kinder, vom Land oder aus der Stadt, Mädchen oder Junge, das Recht auf Bildung wahrnehmen können.»

Diese Definitionen von Frieden stammen von ganz gewöhnlichen Frauen aus China. In ihrem täglichen Leben werden Fragen der Entwicklung, Armut und Umweltzerstörung immer drängender. Sie sehen sich mit wachsenden Unterschieden zwischen der ländlichen und städtischen Bevölkerung und ungleichen Bildungschancen konfrontiert und gehen diese Probleme in unterschiedlicher Weise, mit Mut und Weisheit an.

Der Film ist in traditionellem Chinesisch/Englisch erhältlich und hat chinesische Untertitel.
Filmlänge: 52 Min.
Der Film kann als DVD bestellt werden.
Kosten: CHF 35.– / Euro ca. 22.– (plus Verpackung & Versand)
«Making Possible the Impossible»

Definiert sich Frieden durch die Abwesenheit von Krieg? In welchem Verhältnis stehen Frauen zu Frieden in ihrem täglichen Leben?

Der Film erzählt die Geschichten der FriedensFrauen Liu Ngun-fung, Wu Lo-sai Rose, Wong Wai-king und einer Frau der Frauengewerkschaft. In ihrem Alltag erleben die Frauen in HongKong unterschiedliche Formen der Gewalt, sichtbar und unsichtbar, physisch oder kulturell. Der Film schafft eine Annäherung an die Frauen, wie sie mit diesen gewaltsamen Situationen umgehen. Es wird vermittelt, dass Frieden eine Lebenseinstellung ist, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Der Film ist in Kantonesisch erhältlich und hat Untertitel in traditionellem Chinesisch.
Filmlänge: 52 Min.
Der Film kann als DVD bestellt werden.
Kosten: CHF 35.– / Euro ca. 22.– (plus Verpackung & Versand)

«Zur Hölle mit dem Teufel - Frauen für ein freies Liberia»
Der Krieg zwischen dem korrupten Regime unter Charles Taylor und dem Zusammenschluss der Warlords LURD (Liberia United for Reconciliation and Democracy), die Taylor stürzen wollten, hatte das Land zerstört, die Zivilbevölkerung traumatisiert und zur Flucht in die Hauptstadt Monrovia gezwungen. Opfer waren vor allem die Frauen und die Kinder. Viele dieser Frauen hatten selbst Schreckliches erlebt, ließen sich dadurch aber nicht brechen oder einschüchtern.

Ein beeindruckender Film über den Erfolg von Aktionen gewaltlosen Widerstands bei der Beendigung des Bürgerkriegs in Liberia.

Der Film ist in Deutsch/Englisch mit Deutschen/Englischen Untertiteln erhältlich.
Filmlänge: 60 min.
Der Film kann als DVD bestellt werden.
Kosten: CHF 25.– / Euro ca. 20.– (plus Verpackung & Versand)