Ohne Frauen - Keinen Frieden
Jetzt Spenden
jetzt Spenden

FriedensFrau des Monats

Leila de Lima

Dezember 2016

Leila de Lima ist Senatorin der philippinischen Regierung. Im August 2016 leitete sie als Vorsitzende des Senatsausschusses für Gerechtigkeit und Menschenrechte eine Untersuchung über die "außergerichtlichen" Tötungen ein, die seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte Ende Juni stattgefunden haben. In nur kurzer Zeit wurden mehr als 3400 mutmassliche Drogendealer sowie –abhängige getötet. De Lima wurde belästigt, bedroht und erhielt Tausende beleidigende SMS-Nachrichten. Sie wurde von ihrer Position im Senat verdrängt und fürchtet nun ins Gefängnis geschickt zu werden.

"Es ist so absurd, dass es fast surreal ist", sagte sie. "Einfach weil ich wagte zu sprechen, weil ich Fragen stellte und die Methoden kritisiere, die in diesem Krieg gegen Drogen eingesetzt werden. Mein Computer wurde gehackt – ich erhielt fast 2000 bedrohliche und belästigende Textnachrichten. Sehr, sehr übel. Die übelste Sprache."

Von Freunden wurde sie gefragt, warum sie die Kampagne nicht stoppe. Aber de Lima will nicht: "Ich habe die Wahl. Ich kann jetzt alles aufgeben und schweigen, von meinem Posten zurücktreten und auf schwerwiegende Vorwürfe warten. Oder ich kämpfe. Ich kämpfe solang ich kann. So lange wie möglich. Solange ich lebe."

Organisation

Unser Engagement

FriedensFrauen Weltweit ist die Nachfolgeorganisation der Initiative 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis. Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen auf allen gesellschaftlichen und politischen Aktivitätsebenen gleichberechtigt teilhaben, ihre Rechte geachtet werden und der Gewalt gegen Frauen ein Ende gesetzt wird.