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Vorstand

Mitglieder des internationalen Vorstandes

Kamla Bhasin

Kamla Bhasin ist am 25. September 2021 verstorben. Lesen Sie Ruth-Gaby Vermot-Mangolds Nachruf für ihre Freundin und Co-Präsidentin hier

Seit fast 50 Jahren setzt sich Kamla Bhasin für die Förderung und Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen zu Themen wie Gender, Menschenrechten, Frieden und nachhaltigem Lebensunterhalt – international und in ihrem Heimatland Indien. Nach dem Studium der Ökonomie und Soziologie arbeitete sie 27 Jahre lang in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen an diesen Themen. Seit 1998 ist Kamla Bhasin bei Sangat aktiv – einem feministischen Netzwerk, das sie aktuell koordiniert. Sie führt ausserdem Workshops und Schulungen zu Gender, Frieden und nachhaltiger Entwicklung für Frauengruppen, internationale und regionale NGOs, hochrangige Regierungsbeamte, Parlamentarier und verschiedene UN-Agenturen durch. Kamla Bhasin ist ebenfalls die Koordinatorin von One Billion Rising, einer globalen Kampagne gegen Gewalt an Frauen in Südasien. Sie hat Lieder für Kinder und für die Frauenbewegung geschrieben, sowie mehrere Bücher zu Patriarchat, Gender, Feminismus, Männlichkeit und Pluralismus verfasst. Seit 2003 ist sie Co-Präsidentin von FriedensFrauen Weltweit.

Interessensbindungen: Mitglied des Vorstandes der folgenden Organisationen: Jagori Rural Charitable Trust und der NGO Nishtha, Himachal Pradesh, Indien; SWAYAM, Kalkutta, Indien; Action Aid International, New Delhi, Indien. 

Ruth-Gaby Vermot-Mangold

Die Politikerin und Ethnologin ist Initiantin von „1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005“ und übernahm 2006 das Co-Präsidium des Nachfolgevereins „FriedensFrauen Weltweit/PeaceWomen Across the Globe“. Sie war von 1995 bis 2008 Mitglied des Schweizer Parlaments und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strasbourg, für den sie u.a. Sprecherin war für die Verbesserung der Flüchtlingssituation im Südkaukasus, Untersuchungen über die Femizide in Mexiko durchführte und Fälle von Organhandel in Osteuropa untersuchte. Sie war ausserdem Mitverfasserin der Konvention des Europarates gegen den Menschenhandel.  Nach ihrem Ethnologie- und Soziologiestudium arbeitete sie mehrere Jahre in verschiedenen afrikanischen Ländern zu Frauen- und Menschenrechten. In der Schweiz leitete sie in den 1980er Jahren die «Schulstelle 3. Welt», verfasste entwicklungs- und friedenspolitische Lehrmittel und führte Trainings für Lehrpersonen durch. 1988 gründete sie das Büro Hekate und coacht bis heute Frauen in beruflich schwierigen Situationen. Heute liegt ihr Fokus auf der Rolle von Frauen in der Konfliktbearbeitung und ihrer konkreten Beteiligung in Friedensprozessen. 

Interessensbindungen: Präsidentin der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht, Bern, Schweiz; Präsidentin der Somazzi Stiftung, Bern, Schweiz; Stiftungsrätin Geneva Call, Genf, Schweiz; Stiftungsrätin der Stiftung Freiheit und Menschenrechte, Bern, Schweiz. 

 

Sandy Fong

Sandy Fong engagiert sich seit 2003, dem Beginn der Initiative für FriedensFrauen Weltweit. Bevor sie im Jahr 2002 dem International Vorstand beitrat, war sie als Regionalkoordinatorin im pazifischen Raum für FriedensFrauen Weltweit tätig. Sie hat mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen sowohl auf internationaler Ebene wie auch in Fidschi zusammengearbeitet, einschliesslich im Sekretariat für Dialogue Fidschi und als Programmbeauftragte für das Citizens Constitutional Forum. Sandy Fong ist Fundraising and Donor Coordination Manager für die CHS Alliance in Genf.

Interessensbindungen: Keine

Sidonia Gabriel

Sidonia Gabriel ist seit mehr als 15 Jahren in der Friedens-, Versöhnungs- und Menschenrechtsarbeit tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in der Konflikt- und Risikoanalyse, der Unterstützung von Friedensprozessen, der Dialogmoderation und strategischen Netzwerken für politisches Engagement. Sie ist ausserdem aktiv in der Stärkung der Beteiligung und Entscheidungsfindung von Frauen in politischen Prozessen. Sie arbeitete für das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), die Europäische Union, die Vereinten Nationen sowie für lokale und internationale zivilgesellschaftliche Organisationen in verschiedenen Konflikt- und Postkonfliktländern. In ihrer Funktion als Direktorin von KOFF, der Schweizer Plattform für Friedensförderung, und als Leiterin des Policy- und Plattform-Teams bei swisspeace entwickelte sie neue Ansätze für die Arbeit in Netzwerken. Ihre Trainingsmodule, sowohl online als auch live, zum Thema Konfliktsensibilität haben internationale Anerkennung gefunden. Derzeit ist sie Beraterin für menschliche Sicherheit an der Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka.

Interessensbindungen: Das EDA, einer der Geldgeber von FriedensFrauen Weltweit, ist informiert und gab grünes Licht für das Mandat als Vorstandsmitglied.

Anna Hess Sargsyan

In ihrer Funktion als Senior Programme Officer im Mediation Support Team des Zentrums für Sicherheitsstudien an der ETH Zürich hat Anna Hess Sargsyan die vergangenen zehn Jahre an der Unterstützung von Mediation und der Gestaltung von Friedensprozessen mit regionalem Schwerpunkt in der OSZE gearbeitet. Durch inklusives Prozessdesign und relevante Forschung fokussiert sich ihre Arbeit im postsowjetischen Raum bis Südostasien auf die Förderung von Dialog, die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen, die Multitrack-Friedensmediation sowie den akademischen Austausch mit der Zivilgesellschaft. Neben der Unterstützung von Friedensprozessen hat Anna Hess Sargsyan Ausbildungsprogramme in Konfliktbeilegung und Friedensmediation entwickelt, von einem einwöchigen Kurs bis hin zu Ausbildungsprogrammen mit mehreren Modulen, die einem breiten Spektrum von Fachleuten aus dem öffentlichen Dienst und der Zivilgesellschaft angeboten werden. Ihre Forschungsinteressen entwickeln sich rund um die Herausforderungen der Friedensmediation in anhaltenden Konflikten, insbesondere in Kontexten, in denen die Geopolitik laufende Friedensprozesse überschattet.

Interessensbindungen:  Keine

Margret Kiener Nellen

Die Rechtsanwältin Margret Kiener Nellen war von 2003-2019 Schweizer Nationalrätin. Von 1982 bis 1984 war sie im Auftrag der Internationalen Juristenkommission als Berichterstatterin im Einsatz in Südostasien, mit Fokus auf der damaligen Militärdiktatur in den Philippinen. Als Juristin war sie auch beteiligt an der Erarbeitung der ersten Sozialklausel für faire Arbeitsbedingungen zwischen der Migros Schweiz und Del Monte Philippinen. Ihre politischen Schwerpunkte sind die Gleichstellung der Frauen, die Besserstellung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die soziale Gerechtigkeit. Sie engagiert sich für eine sozial und ökologisch nachhaltige Finanz- und Steuerpolitik. Als Nationalrätin ist sie Mitglied der Finanz-und Rechtskommission, Angehörige der Delegation bei der Interparlamentarischen Union (IPU) und deren Kommission für Menschenrechte und der Delegation bei der parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Margret Kiener Nellen engagiert sich seit 2010 im Vorstand von FriedensFrauen Weltweit.

Interessensbindungen: ehem. Nationalrätin (SP), Bern, Switzerland; Gesellschafterin Anwaltskanzlei Kiener & Nellen, Bern; Mitglied Sozialpolitische Kommission syndicom, Bern, Schweiz; Mitglied Stiftungsrat tilia Stiftung für Langzeitpflege, Köniz; Mitglied Stiftungsrat Schweizerische Greina-Stiftung zur Erhaltung der alpinen Fliessgewässer, Zürich; Mitglied Kantonale Behindertenkonferenz, Bern; Präsidentin Frauenriege Turnverein Bolligen; ehem. Mitglied Exekutivkomitee der Interparlamentarischen Union, Bern; Präsidentin Vereinigung Bernischer Sportverbände, Bern; Mitglied Schweizer Frauenfussballrat; Mitglied Regionaler Naturpark Diemtigtal.

Kin Chi Lau

Kin Chi Lau ist Professorin für vergleichende Literatur, kritische Pädagogik, globale Kultur, lokale Regierungsführung und Umgang mit Gewalt. Sie hält Vorlesungen am Department für Cultural Studies der Lingnan Universität in Hong Kong. Darüber hinaus ist sie Ko-Vorsitzende des Asiatischen Regionalaustauschs für neue Alternativen, einem Netzwerk von Wissenschaftler-Aktivistinnen in Asien; Vizepräsidentin des Weltforums für Alternativen; und Gründungsmitglied der Global University for Sustainability. Sie hat über Modernisierung, ländliche Erneuerung, wiederauflebendes Patriarchat und alternative Praktiken in China geschrieben und Dokumentarfilme zu Frauen und Frieden in China produziert. Kin Chi Lau ist seit 2003 Mitglied des Internationalen Vorstanden von FriedensFrauen Weltweit. In diesem Rahmen ist sie auch als regionale Vertreterin für Ostasien zuständig.

Interessensbindungen: Vorstandsmitglied des Weltforums für Alternativen, Dakar, Senegal; Vorstandsmitglied der „Global University for Sustainability“, Hongkong, China; Vorstandsmitglied von ARENA, Hongkong, China.

Christine Menz

Christine Menz ist seit 2003 Mitglied des Vorstands und zählt zu den Gründungsmitgliedern von FriedensFrauen Weltweit. In dieser Funktion arbeitete sie aktiv am Aufbau der Organisation mit und leistete als «Botschafterin» von FriedensFrauen Weltweit in verschiedenen Regionen der Welt wichtige Vermittlungs- und Integrationsarbeit. Sie begleitet und unterstützt FriedensFrauen Weltweit in wichtigen strategischen Fragen und ausserordentlichen Lagen. Sie  ist Unternehmerin und Firmengründerin. Davor war sie bei mehreren internationalen Unternehmen in leitenden Positionen tätig. Als Wissenschaftlerin und Lehrbeauftragte für Forschungsmethodologie leitete sie an verschiedenen Schweizer Universitäten Forschungsprojekte im Bereich der kognitiven Psychologie.

Interessensbindungen: Keine

Alejandra Miller Restrepo

Die Ökonomin und Politologin Alejandra Miller Restrepo, lebt und arbeitet in Bogotà, Kolumbien. Sie wurde im November 2017 in die offizielle Nationale Wahrheitskommission von Kolumbien gewählt und ist eine von fünf Frauen des elf-köpfigen Gremiums. Die Wahrheitskommission befragt während drei Jahren die Überlebenden des bewaffneten Konfliktes zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung. An der Universität Cauca forscht und lehrt Alejandra Miller Restrepo ebenfalls zum Thema Gender. Sie arbeitet schwerpunktmässig zu den Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in Kolumbien auf Frauen. Von 2003 bis 2015 war sie Koordinatorin der FriedensFrauen Weltweit Partnerorganisation Ruta Pacífica de las Mujeres im Departement Cauca. Den Sitz im Vorstand von FriedensFrauen Weltweit hat sie seit 2013 inne.

Interessensbindungen: Keine

Cecile Mukarubuga

Während der letzten zehn Jahre widmete sich Cecile Mukarubuga vor allem dem Bereich Konflikttransformation in der Region der Grossen Seen. Schwerpunkte waren Versöhnungsprogramme auf Gemeindeebene und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Sie entwickelte und leitete Projekte gegen genderbedingte Gewalt und erarbeitete Friedenstrainings für NGOs. Von 2006 bis 2009 war sie regionale Leiterin von UN Women für West- und Zentralafrika in Senegal. Cecile Mukarubuga ist Repräsentantin vom United Nations Population Fund (UNFPA) in Togo und Mitglied der Coalition for Peace in Africa – COPA. Sie publiziert zu den Themen Konflikttransformation und die Rolle der Zivilgesellschaft in der Verhinderung struktureller Gewalt gegen Frauen. Seit 2013 ist Cecile Mukarubuga im internationalen Vorstand von FriedensFrauen Weltweit aktiv.

Interessensbindungen: Vorstandsmitglied „Africa Sustainability Center“, Nairobi, Kenia; Vorstandsmitglied „Green Village Foundation“, Cotonou, Benin; Vorstandsmitglied der „Global University“, virtuell; Vorstandsmitglied „Solidarite, Sante et Developpement“, Brüssel, Belgien.

Margo Okazawa-Rey

Margo Okazawa-Rey ist die regionale Vertreterin von FriedensFrauen Weltweit in den USA. Sie ist eine der Mitbegründerinnen des Internationalen Frauennetzwerks gegen Militarismus IWNAM. Das Netzwerk informiert über und kämpft gegen Militarismus und insbesondere gegen die Präsenz und die Auswirkungen von US-Militärstützpunkten und -operationen in Ostasien und im Pazifik. Die Schwerpunkte ihrer Forschung und ihres Aktivismus sind seit 1994 Militarismus, bewaffnete Konflikte und Gewalt gegen Frauen, wobei sie diese Themen intersektional versteht. Sie arbeitet mit feministischen Aktivistinnen in Ostasien, im Pazifik und in Palästina zusammen. Sie ist Mitglied des internationalen Beirats von Durebang - My Sisters Place, in Uijongbu, Südkorea, und Vorstandsvorsitzende der Association for Women's Rights in Development  AWID. Sie ist emeritierte Professorin an der San Francisco State University. Ausserdem war sie Barbara Lee Distinguished Chair in Women's Leadership am Mills College, Oakland, CA, USA, und Feminist Research Consultant am Women's Centre for Legal Aid and Counselling in Ramallah, Palästina. Margo Okazawa-Rey ist seit 2003 Mitglied des Vorstands.  

Interessensbindungen: Mitglied Verwaltungsrat AWID Toronto, Mexico City, Kapstadt.

Die renommierte Menschenrechtsverteidigerin Sima Samar, die für den 2010 Friedensnobelpreis nominiert wurde, widmet ihr Leben der humanitären Arbeit und setzt sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung, Zugang zur Justiz, den Abbau von Konflikten und die Stärkung von Frauen, Kindern und Minderheiten ein. Die Ärztin Sima Samar war von 2019 bis 2021 Mitglied der Hochrangigen Gruppe des UN-Generalsekretärs für Binnenvertreibung und hatte in Afghanistan folgende Ämter inne: Vorsitzende der Kommission zur Verhütung von Folter, Sonderbeauftragte des afghanischen Präsidenten, Staatsministerin für Menschenrechte und internationale Angelegenheiten, Vorsitzende der Unabhängigen Menschenrechtskommission Afghanistans (2002-2019) sowie Vizepräsidentin und Ministerin für Frauenangelegenheiten in der Übergangsregierung (2001-2002). Ausserdem war sie Vorsitzende des Asien-Pazifik-Forums der nationalen Menschenrechtsinstitutionen (2017-2018), UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte im Sudan (2005-2009) und Mitglied des hochrangigen Beratungsgremiums des UNO-Generalsekretärs für Mediation (2018-2021). 1989 gründete sie die Shuhada-Organisation, eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die sich für das Wohlergehen und den Fortschritt der afghanischen Bürger:innen einsetzt und sich dabei auf die Stärkung der Frauen in Afghanistan konzentriert. Sie war später Mitglied des Shuhada-Vorstands. Im Jahr 2011 gründete sie die Gawharshad University in Kabul, eine Projektpartnerin von FriedensFrauen Weltweit, und war deren Vorsitzende. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den 2012 Right Livelihood Award, der als alternativer Friedensnobelpreis gilt. Seit 2017 ist sie Mitglied der Jury.

2021 zog sie in die Vereinigten Staaten, wo sie als Visiting Scholar am Carr Center for Human Rights Policy an der Harvard University tätig ist.  

Interessensbindungen: Keine

Susanne Schneeberger

Friedensarbeit und Empowerment von Frauen sind die Themen, welche die Theologin seit Jahren bearbeitet. In der Schweiz hat Susanne Schneeberger mit Diskussionsforen Frauen verschiedenen Alters zu einem offenen Austausch und zu lokalen Initiativen ermutigt. In der lutherischen Kirche in Bethlehem hat sie an verschiedenen Dialogprojekten mit Frauen und Jugendlichen in den besetzten Gebieten Palästinas mitgewirkt. Heute arbeitet Susanne Schneeberger bei der Fachstelle OeME (Oekumene, Mission, Entwicklungszusammenarbeit) in Bern. Themen wie Gerechtigkeit, Menschenrechte, Partizipation, Reduktion von Armut, Verteilung von Ressourcen und globale Verantwortung bilden ihre Schwerpunkte. Susanne Schneeberger trat 2016 dem Vorstand von FriedensFrauen Weltweit bei.

Interessensbindungen: Co-Präsidentin Guatemalanetz, Bern; Mitglied der Verwaltungskommission der Berner Pensionskasse, Bern, Schweiz.