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FriedensFrau des Monats

Kommaly Chanthavong

Juli 2017

Die Nominierung für den Friedensnobelpreis im Jahr 2005 führte dazu, dass Kommaly Chanthavongs Arbeit auf internationaler Ebene anerkannt wurde. Im Jahr 2011, am Internationalen Tag der Frau, wurde ihr vom US Department of State der International Women of Courage-Award verliehen. Im selben Jahr wurde sie zudem vom Samdhana Institut, dem Global Greengrants Fund und der Organisation International Funders for Indigenous Peoples in Vientiane für besondere Leistungen ausgezeichnet.  

2015 erhielt Kommaly den Ramon Magsaysay-Preis – eine Auszeichnung, die seit 1957 vom in New York ansässigen Stiftungsrat des Rockefeller Brothers Fund gemeinsam mit der philippinischen Regierung überreicht wird. Den Preis erhielt sie „als Anerkennung für ihren furchtlosen und unzähmbaren Geist, mit dem sie die uralte laotische Kunst des Seidenwebens wiederbelebt und weiterentwickelt. Damit schafft sie für Tausende von Krieg vertriebene Laotinnen und Laoten eine Existenzgrundlage und bewahrt so die Würde der Frauen und das unbezahlbare seidige Kulturgut der Nation.“  

Das Jahr 2015 führte Kommaly zudem an den 27. ASEAN-Gipfel in Kuala Lumpur, wo sie im Rahmen der Plattform „Voices of ASEAN Women“ über die Entwicklung von Geschäftsmöglichkeiten für Frauen in ländlichen Gebieten sprechen konnte. Die Arbeitsplätze für Frauen sind limitiert, besonders in den Dörfern. Für junge laotische Frauen, die einer ethnischen Minderheit angehören, besteht die Gefahr, verschleppt zu werden, insbesondere nach Thailand, wo sie sexuell und finanziell ausgebeutet werden. Ein Weg, um im Dorf bleiben zu können, eröffnet sich durch die Seidenweberei. Mit ihrer Webkunst stellen sie Stoffe her, die an Touristinnen und Touristen sowie auf dem internationalen Markt verkauft werden können. Kommalys Projekt ist so erfolgreich, dass die von ihr unterstützten Frauen nun höchste Qualität zu Toppreisen herstellen. Die Arbeit jener Landfrauen wurde bereits im Jahr 2008 am Sustainable Living Festival in Melbourne, Australien, ausgestellt.  

Kommaly arbeitet vor allem in den ländlichen Gebieten im Norden von Laos, wo sie der marginalisierten Bevölkerung nachhaltige Alternativen zur schädlichen Opiumproduktion und Brandrodungslandwirtschaft aufzeigt und LandwirtInnen in biologischem Anbau ausbildet. Allein im Jahr 2016 haben sie und ihr Team 2000 Personen ausgebildet. Ihre Organisation Mulberries unterstützt die Bäuerinnen und Bauern dabei, Seide in höchster Qualität zu produzieren. Das soziale Unternehmen Mulberries zielt darauf ab, auf verantwortungsvolle Weise Einkommensmöglichkeiten zu generieren und dabei sowohl auf die sozialen Strukturen als auch auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen. So werden die LandwirtInnen nicht nur ausgebildet, sondern sie erhalten auch einen ersten Bestand an Seidenwürmern und Unterstützung für ihre Weberinnen. Kommaly nützt zudem das uralte Wissen vergangener Generationen, um den Bäuerinnen und Bauern das Färben mit natürlichen Stoffen beizubringen. Die Produkte von Mulberries sind daher von einzigartiger und extrem hoher Qualität.  

Ihr jüngstes Unternehmen befasst sich mit der lokalen und nachhaltigen Herstellung von biologischen Kosmetikprodukten, für welche sie Nebenprodukte der Seidenherstellung verwendet. Bevor sich Kommaly auf diese Produkte zu konzentrieren begann, konsultierte sie die japanische Forschung, die sich mit Produkten auf Basis von Seidenproteinen befasst. Es gelang ihr zudem für ihre Organisation Mulberries eine Akkreditierung von der World Fairtrade Organization in den Niederlanden zu erhalten. Kommaly arbeitet leidenschaftlich und ist der nächsten Generation laotischer Frauen ein grosses Vorbild.  

Kommaly Chanthavong ist eine der 1000 FriedensFrauen, die im Jahr 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert wurden.

Organisation

Unser Engagement

FriedensFrauen Weltweit ist die Nachfolgeorganisation der Initiative 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis. Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen auf allen gesellschaftlichen und politischen Aktivitätsebenen gleichberechtigt teilhaben, ihre Rechte geachtet werden und der Gewalt gegen Frauen ein Ende gesetzt wird.