1000 Frauen 1000 Wege zum Frieden
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Friedensnobelpreis

Engagement gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten gewürdigt

08.10.2018, Nadia Murad und Denis Mukwege erhielten für ihren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe den Friedensnobelpreis.

Vergangenen Freitag wurde der Friedensnobelpreis 2018 an die Irakerin Nadia Murad und den Kongolesen Denis Mukwege verliehen. Beide setzen sich gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten ein. Dass der Preis für das Engagement gegen sexualisierte Gewalt vergeben wurde, ist ein wichtiges Zeichen. Denn obwohl die UNO Sicherheitsratsresolution 1325 seit 2000 fordert, dass Frauen und Mädchen besonders vor geschlechtsbasierter Gewalt in bewaffneten Konflikten geschützt werden, wird sexualisierte Gewalt nach wie vor sehr häufig als Kriegswaffe eingesetzt. «Die Preistragenden stehen», wie Flurina Derungs, Geschäftsleiterin von FriedensFrauen Weltweit, in einem Interview mit dem Blick am 6. Oktober 2018 betont, «für die Tausenden Aktivistinnen und Aktivisten, die sich gegen sexualisierte Gewalt in Krisengebieten einsetzen.»

FriedensFrauen Weltweit hat 2005 stellvertretend 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominiert, um die enorme Friedensarbeit, die von Frauen geleistet wird, sichtbar zu machen und anzuerkennen. Dafür setzt sich FriedensFrauen Weltweit weiterhin ein. Zentrales Instrument für die Arbeit von FriedensFrauen Weltweit ist die Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrats zu Frauen, Frieden, Sicherheit (UNSCR 1325). Diese verlangt die Partizipation von Frauen in Friedensprozessen und richtet sich explizit gegen geschlechtsbasierte Gewalt.

Seit der Nominierung der 1000 FriedensFrauen im Jahr 2005 erhielten fünf Frauen, acht Männer und sieben Organisationen den Friedensnobelpreis. Insgesamt gingen seit 1901 nur 17 Friedensnobelpreise an Frauen, 89 an Männer und 27 an Organisationen.

Die Auszeichnung von Nadia Murad und Denis Mukwege anerkennt ihren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten. FriedensFrauen Weltweit stimmt Berit Reiss-Andersen, der Vorsitzenden des Nobelkomitees, zu, wenn sie sagt, dass «eine friedlichere Welt zur erreicht werden kann, wenn Frauen und ihre Grundrechte und Sicherheit in Kriegszeiten anerkannt und geschützt werden.»