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Kriegsgeschäfte-Initiative

120’000 Unterschriften gegen Schweizer Kriegsgeschäfte

19.06.2018, Ein Beitrag zu einer friedlicheren Welt

Nach etwas mehr als einem Jahr ist es soweit. Am 21. Juni 2018 wird die Kriegsgeschäfte-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht. Dem Bündnis für ein Verbot von Kriegsgeschäften ist es gelungen, über 120'000 Unterschriften zu sammeln. Das Bündnis besteht aus 40 Organisationen der Zivilgesellschaft und FriedensFrauen Weltweit gehört dazu.

Die Schweiz produziert und exportiert nicht nur selbst Kriegsmaterial, sie finanziert dessen Produktion auch im Ausland. Schweizer Banken und Pensionskassen investieren jährlich dreistellige Millionenbeträge in Rüstungskonzerne, die unter anderem international geächtete Waffen wie Atomwaffen oder Streumunition herstellen. Dies, obwohl die Finanzierung dieser Waffen seit Juli 2012 in der Schweiz verboten ist.

Waffen sind kein Produkt wie jedes andere. Sie werden hergestellt, um Menschen zu töten. Möglichst viele, möglichst effizient. Die Kriegsmaterial-Industrie bereichert sich am Verkauf von Waffen, die dann in Kriegsgebieten Menschen töten. Die Schweiz als grösster und wichtigster Finanzplatz der Welt spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Die Kriegsgeschäfte-Initiative konnte bereits während der Sammelphase der Unterschriften reale Erfolge verzeichnen. Dank dem Druck der Initiative sind diverse kommunale Pensionskassen wie z.B. die Pensionskassen der Stadt Luzern oder der Stadt Basel, aus gewissen Rüstungsindustrie-Titeln ausgestiegen. Dank der 120’000 gesammelten Unterschriften wird die Bevölkerung bald über die Kriegsmaterial-Investitionen der Schweizerischen Nationalbank oder verschiedener Pensionskassen abstimmen können.

Das Bündnis für ein Verbot von Kriegsgeschäften reicht die gesammelten Unterschriften am 21. Juni 2018 bei der Bundeskanzlei ein. 

Die Initiative leistet einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt, dafür setzen sich FriedensFrauen Weltweit mit ein.