Ohne Frauen - Keinen Frieden
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FriedensFrau des Monats

November

Die Philippinische Friedensexpertin und Professorin Miriam Coronel Ferrer ist Anfang November in der Schweiz bei FriedensFrauen weltweit zu Besuch.

Ihr gelang es als erste Frau überhaupt in der Rolle der Chefunterhändlerin ein Friedensabkommen mit einer Rebellengruppe zur Unterzeichnung zu bringen. Miriam Coronel Ferrer war eine der 1000 FriedensFrauen, welche 2005 kollektiv für den Nobelpreis nominiert wurden. Professorin Ferrer war seit 2012 Chefunterhändlerin der Philippinischen Regierung im Konflikt mit der Moro Islamic Liberation Front. Am 27. März 2014 gelang es schliesslich ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. In der Folge begleitete Miriam Coronel Ferrer noch bis Juni 2016 die Umsetzung des Friedensvertrages.

Zur Frauenperspektive bei Friedensverhandlungen findet sie: „Es gibt kein vollkommenes [Friedens-]Abkommen, aber das Abkommen wird noch unvollkommener, wenn die Frauenperspektive nicht darin enthalten ist.“

Als Professorin der Politikwissenschaften an der University of the Philippines hat Miriam Coronel Ferrer viele Bücher und Artikel zu Demokratisierungsprozessen auf den Philippinen, Zivilgesellschaft, Menschenrechten sowie dem philippinischen Friedensprozess verfasst. Die Friedensaktivistin hat den zivilgesellschaftlichen Entwurf für einen Nationalen Aktionsplan (NAP) zur UN Sicherheitsrats Resolution 1325 auf den Philippinen mitgeprägt. Der NAP auf den Philippinen wurde im März 2010 von der Regierung verabschiedet. Die Philippinen waren somit das erste Land von Asien, welches über einen Nationalen Aktionsplan zur Resolution 1325 verfügte.

Momentan ist die frühere Chefunterhändlerin der Philippinen oft in anderen Ländern anzutreffen - zum Beispiel in Myanmar, Thailand, Kolumbien, der Türkei oder im Sudan. Sie gibt Trainings und andere Formen der Unterstützung für Gruppen, welche aktiv an Friedensprozessen beteiligt sind.

Beim Schweizer FrauenFriedenstisch am 2. November berichtet sie über die Rolle der Frauen beim Friedensprozess mit der Moro Islamistic Liberation Front.