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Corona-Nothilfefonds

Solidarität in Zeiten des Coronavirus

In Solidarität mit den Teilnehmer*innen unserer friedensfördernden Projekte die während der Krise vor grossen Herausforderungen stehen, lancierten wir Mitte April einen Corona-Nothilfefonds. Daraus entstanden in Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen gezielte Projekte, die den Frauen und ihren Familien den Rücken stärken und einen wichtigen Beitrag an ihren Lebensunterhalt leisten.

Die Resonanz auf den Fonds bestätigte, dass die Unterstützung zur richtigen Zeit kam. Umgehend erhielten wir mehrere Anträge für Projekte, die mit unterschiedlichen Mitteln versuchen, die teils verheerenden Auswirkungen der staatlichen Massnahmen auf die Frauen und ihre Familien abzumildern. Die Unterstützung in dieser schweren Zeit stärkt das Vertrauen zwischen FriedensFrauen Weltweit, den Partnerorganisationen und den Projektteilnehmer*innen, das für die weitere gemeinsame Arbeit nach der Pandemie so wichtig ist.

Nach der Pandemie den Frieden mitgestalten

Friedensfördernde Projekte, wie die FrauenFriedensTische, können aufgrund der Pandemie zurzeit nicht durchgeführt werden. Ziel dieser Projekte ist es, marginalisierte und konfliktbetroffene Frauen in Friedensprozesse miteinzubeziehen. Diese Frauen sind von der Pandemie und der staatlichen Massnahmen besonders betroffen.

Mit dieser Unterstützung können sich die Frauen nun auf den Schutz ihrer Gesundheit und das Überleben ihrer Familien und Nächsten konzentrieren, damit sie nach der Pandemie mit voller Kraft den Frieden in ihren Ländern mitgestalten können. Ein Blick in die mit dem Fonds finanzierte Projekte zeigt die unterschiedlichen Lösungsansätze, mit denen unsere Partnerorganisationen die Frauen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützen.

Einkommensfördernde Projekte 

Die Pandemie bedeutet für viele Menschen weltweit den Verlust ihrer Arbeit. Gerade alleinstehende Frauen und Mütter, die oft in prekären Arbeitsverhältnissen angestellt sind, wissen nicht, wie sie ohne Einkommen sich und ihre Familie ernähren sollen. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir Frauen in verschiedenen Ländern bei der Sicherung ihres Lebensunterhalts. In Indien führt unsere Partnerorganisation Navdanya Trust ein Projekt für Urban Gardening in Delhi durch, das auch nach der Corona-Krise weitergeführt werden soll. Als erster Schritt wurden 10 Haushalte – insgesamt etwa 80 Personen – in der Produktion von frischen Lebensmitteln ausgebildet und unternahmen somit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Eigenversorgung. In Kolumbien bekommen Projektteilnehmer*innen in abgelegenen Regionen nebst Hygienekits auch Lebensmittel. Etwa 20 Frauen in besonders schwierigen Situationen erhalten zudem psychosoziale Unterstützung. Unsere Partnerin Nagarik Aawaz in Nepal erreicht mit einem sogenannten «Cash»-Projekt über 50 Frauen in ländlichen Regionen, die so selbst entscheiden können, was ihre Familien am Dringendsten benötigen. In Kenia, im Stadtteil Kawangware in Nairobi, erhalten Frauen und ihre Familien Lebensmittel- und Hygienepakete von unserer Partnerorganisation Coalition for Peace in Africa (Copa). Alle Artikel werden bei Frauen auf dem Markt in Kawangware gekauft.

Im Projekt unserer Partnerorganisation Gaston Z. Ortigas Peace Institute in den Philippinen geht es auch darum, Frauen ein Einkommen zu sichern, deren Lebensbedingungen schon vor der Corona-Pandemie schwierig waren. In einem Projekt, das nach der Pandemie bestehen bleiben wird, lernen Frauen Hygienemasken zu nähen, die in der konfliktbetroffenen Region Bangsamoro, im Süden des Landes, gratis verteilt werden. Auch Navdanya Trust schult Frauen in Delhi um, die vor der Krise Schmuck produzierten und nun Masken nähen. Ein Teil der Masken wird gratis an Frauen aus besonders vulnerablen Quartieren von Delhi verteilt.

Über Hygienemassnahmen informieren

Die hygienischen Grundregeln zur Prävention von COVID-19 sind nicht überall einzuhalten. Wo kein Wasser verfügbar ist, ist vermehrtes Händewaschen eine Illusion. In Burundi versorgt unsere Partnerorganisation Centre Giriteka drei Camps für Menschen, die durch Überschwemmungen im April von ihren Häusern vertrieben wurden, mit Wassertanks. Dank ihnen verkürzt sich der Weg zum Wasserholen, der für Frauen oft mit der Gefahr von sexualisierter Gewalt verbunden ist. Ausserdem bildet das Centre Giriteka 100 Frauen aus, damit sie in ihren Kommunen über Hygienemassnahmen informieren können.

In Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt unsere Partnerorganisation Synergie des Femmes pour les Victimes des Violences Sexuelles (SFVS) mithilfe des Fonds Unternehmerinnen in 18 Quartieren der Stadt Goma, die auf den Märkten Früchte und Gemüse verkaufen. Sie sind Mitglieder einer Vereinigung, die nun «Zahlungskörbe» produziert hat und an die Frauen verteilt. Die Körbe, die an langen Stangen befestigt sind, ermöglichen das kontaktlose Bezahlen auf den Märkten.

Falls Sie für den Corona-Nothilfefonds spenden möchten, können Sie das hier tun. Mit Ihrer Unterstützung können wir mehr Frauen erreichen, die während der Pandemie ihre Lebensgrundlage verloren haben. Geben Sie bitte beim Spendenzweck „Nothilfefonds“ an.

Wir danken Ihnen im Namen unserer Partner*innen von Herzen!