Jetzt Spenden
jetzt Spenden

Kampagnen

Unsere Kampagnen und Veranstaltungen

FriedensFrauen Weltweit führt keine eigenen Kampagnen durch, bringt sich jedoch in nationalen und weltweiten Kampagnen ein, deren Bestreben wir teilen. Zurzeit engagieren wir uns im Rahmen der folgenden Kampagnen: 

Nein zum Polizeimassnahmen-Gesetz

Am 13. Juni 2021 stimmten Schweizer Stimmberechtigte mit 56,6% für das Polizeimassnahmen-Gesetz. Zusammen mit einem breiten Bündnis von NGOs haben wir NEIN zu diesem Gesetz gesagt. Denn es fördert nicht Sicherheit, sondern Polizei-Willkür und es gefährdet die Grundrechte. 

Lesen Sie unsere Argumente gegen das Gesetz hier.

Initiative zum Verhüllungsverbot

Das Schweizer Stimmvolk sagte am 7. März 2021 mit 51,2% knapp ja zur Volksinitiative zum Verhüllungsverbot. In der Initiative ging es angeblich um die individuelle Freiheit von Frauen und ihren Schutz vor patriarchalen Zwängen. Wir erachten dieses Verbot als gefährlich. Es befeuert anti-muslimischen Rassismus und instrumentalisiert Frauenrechte im politischen Diskurs.

In unserer gemeinsam mit dem cfd verfassten Stellungnahme lesen Sie, weshalb wir die Initiative abgelehnt haben. Lesen Sie auch die Analyse zum Thema «Kleider machen Frauen? Überlegungen zum Akt der Entschleierung als politisches Programm»

Konzernverantwortungsinitiative

Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen sicherstellen, dass sie und ihre Tochterunternehmen im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordert die Konzernverantwortungsinitiative. Verstösse müssen Konsequenzen haben und Konzerne sollen für verursachte Schäden haften. Die Forderungen der Initiative entsprechen der Praxis anderer Länder. Die Schweiz ist heute das einzige europäische Land, das keine Regelungen in diesem Bereich kennt. Die Verabschiedung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte im Jahr 2011 führte zu einem Paradigmenwechsel. Seitdem ist klar, dass die freiwillige Selbstverpflichtung zu sozialer Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility) nicht genügt. Im Einklang mit den Leitprinzipien fordert die Konzernverantwortungsinitiative, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz und ihre Tochterfirmen für Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzung haften. Betroffene sollen hier in der Schweiz Klage einreichen können. FriedensFrauen Weltweit ist Teil einer breiten Koalition von über 110 Organisationen, die die Initiative unterstützt. 

Die Initiative erreichte das Volksmehr, wurde aber aufgrund des Ständemehrs am 29. November 2020 abgelehnt. Lesen Sie unsere gemeinsam mit dem cfd verfasste Stellungnahme, die aufzeigt, weshalb Feminist*innen JA gestimmt haben.

«Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer»

Eine Allianz aus Bürger*innen, Nichtregierungsorganisationen, Politiker*innen und vielen Freiwilligen brach 2019 einen Schweizer Rekord bei der Online-Sammlung von Unterschriften für ihre Initiative «Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer» («Korrektur-Initiative»). Schweizer Waffen sollen nicht mehr in Länder exportiert werden dürfen, die die Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzen oder in ein Land, das in einen Konflikt verwickelt ist. Bei Kriegsmaterialexporten darf der Bundesrat nicht mehr in Eigenregie entscheiden – Parlament und Volk müssen Mitsprache haben. 

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Die Kampagne 16 Days of Activism Against Gender Violence wurde 1991 vom Women's Global Leadership Institute ins Leben gerufen. Sie beginnt stets am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen und endet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Die Kampagne macht deutlich, dass Frauenrechte Menschenrechte sind. Ergo ist Gewalt gegen Frauen immer auch eine Menschenrechtsverletzung.

Kampagnenwebsite in der Schweiz

#SGBVActivistsAcrosstheGlobe Facebook-Kampagne

KRIEGSGESCHÄFTE-INITIATIVE​

Während Millionen von Menschen in die Flucht vor Krieg und Elend gezwungen werden, läuft das Geschäft mit dem Tod auf Hochtouren: Jährlich wird weltweit Kriegsmaterial im Wert von 400 Milliarden Dollar verkauft. Das muss gestoppt werden! Die Schweiz als einer der grössten und wichtigsten Finanzplätze der Welt spielt dabei eine fragwürdige Rolle. Die Schweizerische Nationalbank investierte 2016 über 800 Millionen Franken alleine in Atomwaffenproduzenten. Die Kriegsgeschäfte-Initiative verlangte eine rechtliche Unterbindung von Investitionen in die Rüstungsindustrie.

Die Initiative wurde am 29. November 2020 abgelehnt. Lesen Sie hier, weshalb wir als feministische Friedensorganisation ein Verbot solcher Investitionen fordern. 

One Billion Rising

One Billion Rising ist eine internationale Bewegung, die ein Ende der Gewalt gegen Frauen fordert. Die Zahl Milliarde (englisch billion) bezieht sich auf ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit, die in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigungen oder Misshandlungen werden. Weltweiter Aktionstag der Kampagne ist der 14. Februar. One Billion Rising 2020