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Kampagnen

Unsere Kampagnen und Veranstaltungen

FriedensFrauen Weltweit führt keine eigenen Kampagnen durch, bringt sich jedoch in nationalen und weltweiten Kampagnen ein, deren Bestreben wir teilen. Zurzeit engagieren wir uns im Rahmen der folgenden Kampagnen: 

Konzernverantwortungsinitiative

Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen sicherstellen, dass sie und ihre Tochterunternehmen im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordert die Konzernverantwortungsinitiative. Verstösse müssen Konsequenzen haben und Konzerne sollen für verursachte Schäden haften. Die Forderungen der Initiative entsprechen der Praxis anderer Länder. Die Schweiz ist heute das einzige europäische Land, das keine Regelungen in diesem Bereich kennt. Die Verabschiedung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte im Jahr 2011 führte zu einem Paradigmenwechsel. Seitdem ist klar, dass die freiwillige Selbstverpflichtung zu sozialer Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility) nicht genügt. Im Einklang mit den Leitprinzipien fordert die Konzernverantwortungsinitiative, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz und ihre Tochterfirmen für Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzung haften. Betroffene sollen hier in der Schweiz Klage einreichen können. FriedensFrauen Weltweit ist Teil einer breiten Koalition von über 110 Organisationen, die die Initiative unterstützt.

«Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer»

Eine Allianz aus Bürger*innen, Nichtregierungsorganisationen, Politiker*innen und vielen Freiwilligen brach 2019 einen Schweizer Rekord bei der Online-Sammlung von Unterschriften für ihre Initiative «Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer» («Korrektur-Initiative»). Schweizer Waffen sollen nicht mehr in Länder exportiert werden dürfen, die die Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzen oder in ein Land, das in einen Konflikt verwickelt ist. Bei Kriegsmaterialexporten darf der Bundesrat nicht mehr in Eigenregie entscheiden – Parlament und Volk müssen Mitsprache haben. 

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Die Kampagne 16 Days of Activism Against Gender Violence wurde 1991 vom Women's Global Leadership Institute ins Leben gerufen. Sie beginnt stets am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen und endet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Die Kampagne macht deutlich, dass Frauenrechte Menschenrechte sind. Ergo ist Gewalt gegen Frauen immer auch eine Menschenrechtsverletzung. Kampagnenwebsite in der Schweiz

KRIEGSGESCHÄFTE-INITIATIVE​

Während Millionen von Menschen in die Flucht vor Krieg und Elend gezwungen werden, läuft das Geschäft mit dem Tod auf Hochtouren: Jährlich wird weltweit Kriegsmaterial im Wert von 400 Milliarden Dollar verkauft. Das muss gestoppt werden! Die Schweiz als einer der grössten und wichtigsten Finanzplätze der Welt spielt dabei eine fragwürdige Rolle. Die Schweizerische Nationalbank investierte 2016 über 800 Millionen Franken alleine in Atomwaffenproduzenten. Die Kriegsgeschäfte-Initiative verlangt eine rechtliche Unterbindung von Investitionen in die Rüstungsindustrie.

One Billion Rising

One Billion Rising ist eine internationale Bewegung, die ein Ende der Gewalt gegen Frauen fordert. Die Zahl Milliarde (englisch billion) bezieht sich auf ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit, die in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigungen oder Misshandlungen werden. Weltweiter Aktionstag der Kampagne ist der 14. Februar. One Billion Rising 2020