Ohne Frauen - Keinen Frieden
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FriedensFrauen des Monats

September 2016

FriedensFrauen aus Indien

Die fünf Inderinnen Ritu Saini, Chanchal Kumari, Neetu Mahor, Gita Mahor und Rupa verbindet das gleiche tragische Schicksal: Sie wurden alle durch einen Säureangriff schwer verletzt. Jetzt betreiben die fünf Frauen gemeinsam das Sheroes Hangout, ein Café in der Nähe des Taj Mahal in Agra, im nördlichen Teil des Landes.

Mit Säureangriffen sollen Frauen manipuliert und zum Schweigen gebracht werden – sofern sie die Angriffe überhaupt überleben. In Südasien können sowohl Streitigkeiten über Land, Erbschaft und Mitgift als etwa auch abgelehnte Heiratsanträge zu dieser brutalen Form von geschlechtsbasierter Gewalt führen. Den Tätern geht es in der Regel gezielt darum, die Frauen zu entstellen. Die Opfer werden so eines freien und unabhängigen Lebens beraubt, da sie oft irreparable Hautschäden im Gesicht davontragen oder das Augenlicht verlieren, in jedem Fall aber eine starke Traumatisierung erleiden.

Das Sheroes Hangout stellt ausschliesslich Überlebende von Säureattacken ein. Es wurde im Rahmen der Kampagne StopAcidAttacks eröffnet, mit dem Ziel, den betroffenen Frauen einen sicheren Raum zu bieten und ihnen so ein einigermassen normales Leben zu ermöglichen. Durch die Konfrontation mit den Folgen von Säureangriffen auf Frauen werden die BesucherInnen zu Diskussionen über die Unterdrückung von Frauen in der indischen Gesellschaft und andere feministische Themen angeregt.

Organisation

Unser Engagement

FriedensFrauen Weltweit ist die Nachfolgeorganisation der Initiative 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis. Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen auf allen gesellschaftlichen und politischen Aktivitätsebenen gleichberechtigt teilhaben, ihre Rechte geachtet werden und der Gewalt gegen Frauen ein Ende gesetzt wird.